Mein Trip ins Phantasialand & Toverland

Zwei weitere Freizeitparks? Check! Ich war im Phantasialand (DE) sowie im Toverland (NL) und berichte dir hier von meinen Erlebnissen.

Mein Trip ins Phantasialand & Toverland
Bildquelle: Eigene

Einleitung

Im November letzten Jahres setzte ich meine Mission fort, meinen Freizeitpark-Horizont zu erweitern. Gemeinsam mit meinem Gotti besuchte ich das Toverland in den Niederlanden sowie das Phantasialand in Brühl, Deutschland. Wie bei meinen anderen Ausflügen im vergangenen Jahr sammelte ich auch bei diesem Besuch wertvolle Erkenntnisse, die ich für meine zukünftigen Reisen nutzen kann. Diese Erfahrungen sowie mein persönliches Fazit zu den besuchten Parks werde ich im Folgenden näher erläutern.

Tag 1 - Anreise & Toverland

Unsere Reise begann an einem Sonntagmorgen im November mit einem Flug nach Düsseldorf. Das Hauptziel unserer Reise war der Besuch des Phantasialand am Montag. Da der Flug jedoch nur etwa eine Stunde dauerte, landeten wir bereits am frühen Morgen in Düsseldorf und hat somit einen freien Tag zur Verfügung. Spontan haben wir uns entschieden, ein Taxi zu nehmen und eine Stunde westlich von Düsseldorf das Toverland in Sevenum (NL) zu besuchen.

Weg ins Toverland; Bildquelle: OpenStreetMap

Nur wenig später standen wir bereits vor den Toren des Toverland und mussten uns bis zur Parköffnung um 10:30 Uhr noch etwas gedulden. Dort verbrachten wir dann den Tag, bis wir gegen 16:30 Uhr den Weg zu unserem Hotel antraten.

Das Toverland ist kleiner, als man auf den ersten Blick denken könnte. Es erstreckt sich über eine Fläche von rund 10 Hektar. Zum Vergleich: Die Fläche des Phantasialand, welches ich am Folgetag besuchte, umfasst eine Fläche von 28 Hektar und der Europa-Park besitzt sogar eine Fläche von 95 Hektar. Daher ist es nicht verwunderlich, dass wir schon nach kurzer Zeit alle Ecken des Parks einmal aufgesucht hatten. Die Orientierung im Park fiel mir, sicherlich auch aufgrund der begrenzten Fläche des Parks, leicht. Man konnte sich gut zurechtfinden.

Der Park teilt sich in sechs Themenbereiche auf, welche fliessend ineinander übergehen. Es gibt sechs Achterbahnen, fünf Wasserattraktionen sowie eine Reihe von Indoor-Aktivitäten, die sich jedoch hauptsächlich auf Kinder fokussieren. In den ersten Stunden unseres Besuchs waren einige Achterbahnen, wie Fēnix, noch geschlossen, weshalb sich die Besucher auf die anderen Attraktionen verteilen mussten, was ingesamt zu höheren Wartezeiten führte.

Das Action-Level der Achterbahnen hält sich jedoch in Grenzen, zudem sind die Bahnen im Vergleich zu anderen Parks eher kürzer. Am besten gefallen hat mir Fēnix, welche die meiste Action bot. Auch die Wartezeiten hielten sich nach deren Öffnung in einem angenehmen Rahmen, vermutlich da die meisten Leute noch bei anderen Attraktionen anstanden. Bei Fēnix handelt es sich um einen Wing-Coaster, das heisst es sitzen jeweils zwei Fahrgäste auf beiden Seiten der Schiene und die Beine baumeln frei. Wie in den meisten Freizeitparks gibt es auch im Toverland eine Holzachterbahn. Diese heisst Troy und ist gemäss Wikipedia die schnellste und grösste Holzachterbahn im Benelux-Raum.

Eine Erwähnung wert ist auch Booster Bike. Dabei handelt es sich um eine Achterbahn mit einer ungewöhnlichen Sitzposition. Jeder Sitzplatz ist wie ein Motorrad gestaltet und die Strecke umfasst einige "Hügel" sowie diverse Kurven. Es handelt sich um eine gelungene Abwechslung zu regulären Achterbahnen.

Bildquelle: Toverland

Zur Verpflegung stehen sowohl Food-Trucks als auch Indoor-Angebote zur Verfügung. In der Waldstube besteht, meines Erachtens nach, das umfangreichste und hochwertigste Verpflegungsangebot im Park. Es werden Pizzen, Nudeln, Pommes, Burger und weitere Snacks angeboten. Die Crêpes, die es bei einem Food-Truck gab, haben mich hingegen nicht überzeugt, da sie nicht frisch zubereitet, sondern bereits vorbereitet waren.

Die Infrastruktur im Park ist mir ingesamt weder positiv noch negativ aufgefallen. Gleich beim Eingang des Parks gibt es Schliessfächer, welche für 2€ gemietet und mehrfach geöffnet werden können. Der Zugang zum Schliessfach erfolgt über einen Zahlencode, welchen man beim Bezug definieren muss. Nicht die sicherste Umsetzung, reicht jedoch für einen Tag im Park aus. Bei den Attraktionen selbst, gibt es jeweils offene Fächer/Boxen, welche zur Ablage von Gepäck während der Fahrt genutzt werden können. Über den Park verteilt, gibt es mehrere Pfandautomaten, um leere Flaschen und Becher zurückzugeben.

Alles in allem hat mich der Park zwar nicht vom Hocker gehauen, dennoch hat sich der Besuch gelohnt, da ich einen weiteren Freizeitpark kennenlernen konnte. Der Ticketpreis war in Ordnung und befindet sich auf einen normalen Niveau. Der Eintritt kostete, bei Buchung über die Website am Besuchstag, 41,50 € pro Person.

Die Weiterreise vom Toverland in Richtung Phantasialand traten wir mit dem Bus bis in die Nähe der deutsch-niederländischen Grenze an. Ab dort nutzen wir ein Uber, das uns bis kurz vor die Grenze brachte. Auf der deutschen Seite der Grenze fuhren wir dann mit einem neuen Uber direkt zum Hotel Matamba beim Phantasialand, wo wir die Nacht verbrachten. Diese Vorgehensweise führte zu einer Kostenersparnis von 200-300€ im Vergleich zu einer direkten Uber-Fahrt mit Grenzübertritt. Eine Reise mit dem Zug von Venlo (NL) zum Phantasialand war aufgrund von Bauarbeiten nicht möglich und der Schienenersatzverkehr konnte aufgrund einer Überlastung nicht losfahren.

Tag 2 - Phantasialand

Am zweiten Tag unserer Reise konnten wir uns voll und ganz auf das Phantasialand konzentrieren, ohne uns Gedanken über die Anreise machen zu müssen, da wir in einem park-eigenen Hotel übernachteten. Dadurch hatten wir die Möglichkeit, den Park gleich zur Parköffnung um 11:00 Uhr (Wintertraum) zu betreten und mit der Erkundung des Parks zu beginnen.

Da sich unser Hotel im afrikanischen Themenbereich befand, begaben wir uns zuerst in Richtung Black Mamba, welche wir gleich dreimal hintereinander fuhren. Anschliessend irrten wir etwas umher, bis wir die nächste Attraktion erreichten. Dieses Umherirren zog sich bei uns durch den ganzen Tag. Im Vergleich zum Europa-Park oder Efteling war der Aufbau des Parks weniger offen und es gab nur wenige Wege, um von einem Bereich des Parks in einen anderen zu gelangen. Auch am Ende des Tages hatte ich das Parklayout noch nicht ganz verstanden, konnte mich jedoch bereits besser zurechtfinden. Anscheinend waren wir nicht die einzigen Besucher, die Mühe mit der Orientierung im Park hatten. Wir sahen regelmässig Besucher mit einem Parkplan in der Hand, die in verschiedene Richtungen zeigten, da sie auch bestimmte Attraktionen suchten. Besonders den Eingang zum Themenbereich "Rookburgh" haben wir lange gesucht und sind mehrfach daran vorbeigelaufen, bis wir herausfanden, dass sich dieser hinter einem Gang zwischen Lilli‘s Café und der Waffelbäckerei befindet.

Eingang Rooksburgh; Bildquelle: Phantasialand

Die Attraktionen und die Gestaltung des Park waren jedoch grossartig. Die Achterbahnen waren überdurchschnittlich lang - ausser Raik, bei welcher eine Fahrt weniger als eine Minute dauert - und hatten einiges zu bieten. Oftmals dachte ich, die Fahrt sei bereits fertig, doch dann kam die unerwartete Wendung und es ging mit weiteren Kurven und Elementen weiter. Besonders gut gefallen haben mir:

  • Black Mamba, da diese eine schnelle Abfertigung bietet, man innerhalb kurzer Zeit einige Runden fahren kann und trotzdem ein gutes Mass an Action geboten wird.
  • F.L.Y., da diese ein innovatives und laut Wikipedia weltweit-einmaliges Konzept bietet. Nach der Abfahrt dreht sich der Wagen so, dass man als Fahrgast eine liegende Position einnimmt und sich die Fahrt wie "fliegen" anfühlt - wie der Name bereits suggeriert. Man fliegt durch den Themenbereich Rookburgh und sogar durch einen Bereich eines Hotels im Park. Während der Fahrt gibt es diverse Inversionen und Effekte, die ein einmaliges Erlebnis schaffen. Im Laufe des Tages bin ich F.L.Y. ganze viermal gefahren und es wurde nie langweilig.
  • Taron, die mit 117km/h die schnellste Achterbahn im gesamten Park ist und, bei einer Fahrt durch die Themenwelt Klugheim, reichlich Action bietet.

Auch abgesehen von den actiongeladenen Achterbahnen gibt es Attraktionen für die ganze Familie sowie zahlreiche Möglichkeiten zum Verweilen. Die sechs bzw. acht Themenbereiche sind liebevoll und bis ins kleinste Detail ausgestaltet. Schon allein visuell macht der Besuch des Parks grossen Spass.

Beim Thema Gepäckablage hat der Europa-Park weiterhin die Nase vorn. Es gibt nicht bei allen Attraktionen vorgesehene Fächer für die Ablage von Gepäck. Beispielsweise bei Raik muss man die Gepäckstücke auf der Ausstiegsseite der Gleise auf den Boden legen. Bei anderen Attraktionen wie Black Mamba gibt es zwar Fächer, diese werden während der Fahrt jedoch nicht verschlossen und mit allen Zügen geteilt. Lediglich bei Taron gab es für jeden Zug separate Fächer, ähnlich wie im Europa-Park. Bei F.L.Y. stehen Schliessfächer mit RFID-Karte zur Verfügung.

Über den Park verteilt gibt es verschiedene Restaurants und Essensstände, die auf mich einen hochwertigen Eindruck hinterlassen haben. Während des Tages ass ich zwei frisch zubereitete und leckere Crêpes. Nach meinen ersten Eindrücken würde ich die Essensqualität im Phantasialand höher einstufen als die im Europa-Park. Die Möglichkeiten zur Entsorgung von PET-Getränkeflaschen im Park könnten jedoch weiter ausgebaut werden.

Die Eintrittspreise sind, vor allem mit Frühbücher- bzw. Wintertraum-Rabatt, sehr attraktiv. Wir haben lediglich 30€ pro Person bezahlt und konnten von 11:00 Uhr bis 20:00 Uhr im Park verbringen. Die Preis-Leistung passt in unserem Fall sehr gut, zumal in der Nebensaison von einem kleineren Besucherandrang auszugehen ist. Zu Spitzenzeiten und bei kurzfristiger Buchung kann ein Ticket jedoch bis zu 78€ kosten. Ich empfehle daher die Tickets, nach Möglichkeit frühzeitig zu buchen.

Ingesamt hat mir der Besuch im Phantasialand sehr gut gefallen und ich werde dieses sicherlich wieder einmal besuchen. Ich kann jedem Achterbahn-Fan einen Besuch nur empfehlen und auch für Familien ist das Phantasialand einen Besuch wert.

Tag 3 - Kölner-Dom & Rückreise

Am letzten Tag unserer Reise machten wir uns auf den Rückweg nach Düsseldorf zum Flughafen. Auf dem Weg dorthin legten wir einen Zwischenstopp am Hauptbahnhof in Köln ein, um den Kölner Dom zu besichtigen, einen kleinen Spaziergang durch die Stadt zu machen und eine Pizza zu essen.

Nach dem kurzen Abstecher in Köln setzten wir unsere Reise in Richtung Flughafen Düsseldorf fort. Am Abend flogen wir dann zurück nach Zürich und machten uns anschliessend auf den Weg nach Hause.

Fazit

Die Reise ins Toverland und Phantasialand als verlängertes Wochenende hat mir gut gefallen. Besonders der Tag im Phantasialand bleibt mir in guter Erinnerung und ich werde das Phantasialand sicherlich wieder besuchen. Einen erneuten Besuch des Toverland habe ich aktuell nicht geplant, schliesse ich jedoch auch nicht aus.

Die Anreise per Flugzeug mit Handgepäck hat gut funktioniert, im Nachhinein wäre jedoch auch eine Anreise mit dem Auto gut möglich gewesen. Auch wenn dies etwas länger gedauert hätte, wäre es sowohl finanziell als auch im Sinne der Nachhaltigkeit besser gewesen. Dadurch hätten wir uns zudem die Taxi und Uber-Fahrten sparen können, die ebenfalls nicht ganz günstig waren. Dadurch konnte ich jedoch lernen, dass eine Uber-Fahrt mit Grenzübertritt gleich ca. 200-300€ mehr kostet, als eine reine Inland-Fahrt, was sicherlich eine nützliche Information ist. Zudem hatten wir so bei unserer Rückreise die Gelegenheit, die Qualität der öffentlichen Verkehrsmittel in Deutschland hautnah zu erleben. Ich muss gestehen, dass sich meine Vorurteile in Bezug auf Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit bereits bei dieser kurzen Reise bewahrheitet haben.

Für spontane Abstecher wie den Besuch im Toverland bleibe ich in Zukunft weiterhin offen, da solche Erlebnisse spannende Geschichten mit sich bringen und die Reise umso interessanter gestalten.

Das war es nun bereits mit meinem Freizeitpark-Trip vom November 2025. Warst du schon einmal im Toverland oder im Phantasialand? Was waren deine Eindrücke? Schreib es gerne in die Kommentare. Ich freue mich, von dir zu lesen!