Meine Reise nach Irland + Tipps
Zwischen Weihnachten und Neujahr reiste ich nach Irland und besuchte dort die spektakulären Cliffs of Moher, Galway City und die pulsierende Hauptstadt Dublin.
Ich war 72 Stunden in Irland, verteilt auf vier Tage: zwei Tage in Dublin und einen weiteren auf einer Tour zu den spektakulären Cliffs of Moher sowie der charmanten Stadt Galway, die am anderen Ende der Insel liegt. Klingt spannend? Dann scrolle weiter und begleite mich auf meiner Reise!
Tag 1 - Ankunft & Spaziergang durch Dublin
Der erste Tag begann mit dem Flug von Basel (BSL) nach Dublin (DUB). Aufgrund von Verspätungen beim Abflug kam es auch zu einer leichten Verzögerung bei unserer Ankunft in Dublin. Nach der Landung kauften wir uns im nächstgelegenen Wrights Airport Convenience Store eine Leap Visitor Card, um unbegrenzt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Dublin fahren zu können. Ob sich das gelohnt hat, sollten die nächsten Tagen zeigen.
Anschliessend nahmen wir einen Bus, der in der Leap Card inbegriffen war und fuhren zur bekannten O'Connell Street. Dort stiegen wir aus, schlenderten etwas durch die Strassen und assen etwas. Zudem besichtigen wir "The Spire", ein bekanntes Monument in Dublin, das am Abend einer Lichtershow zu bieten hat. Dank seiner Höhe, sieht man dieses auch noch einige Strassen weiter und auf der anderen Seite der Liffey gut.
Nachdem wir etwas gegessen hatten, machten wir uns langsam auf den Weg zu unserem Hotel, um dort das Check-In durchzuführen. Nach dem Bezug unseres Zimmers spazierten wir erneut durch die Gassen Dublins und kauften einige Snacks für den geplanten Ausflug am nächsten Tag.









Erste Eindrücke aus Dublin
Tag 2 - Ausflug zu den Cliffs of Moher & Galway City
Unser zweiter Tag in Irland begann früh, denn unser Tour-Bus fuhr bereits um 06:55 Uhr ab und wir mussten mindestens 15 Minuten vorher an der O'Connell Street bereitstehen. Wir schafften es pünktlich, somit konnte die Tour zu den Cliffs of Moher und nach Galway City beginnen.
Gegen 11:20 Uhr Ortszeit erreichten wir die beeindruckenden Cliffs of Moher, wo wir eine Stunde zur freien Verfügung hatten, bevor es weiterging. Wir konnten auf den gekennzeichneten Wegen entlanglaufen und Fotos machen. Der Walking Trail ist zu dieser Jahreszeit geschlossen, daher stand uns hauptsächlich der nördliche Aussichtspunkt und der Weg dorthin zur Verfügung. Am höchsten Punkt der Klippen steht der O'Brien's Tower. Diesen konnten wir betreten, um die atemberaubende Aussicht aus etwas mehr Höhe zu betrachten. Die Klippen sind einfach wunderschön, aber auch einer der bekanntesten Touristenattraktion Irlands, was mit entsprechenden Nachteilen daher kommt. Man ist nie allein dort. Bei unserem Besuch (Dezember) war es vom Touristenaufkommen her noch erträglich, aber im Sommer, bei voller Auslastung der Parkplätze, möchte ich nicht dort sein. Direkt neben den Parkplätzen gibt es ein Besucherzentrum mit zahlreichen Souvenir-Shops, einem kleinen Restaurant und Toiletten. Ansonsten erstreckt sich weit und breit die atemberaubende Landschaft aus Klippen und Wasser.







Cliffs of Moher
Nach ungefähr zwei weiteren Stunden Fahrt, erreichten wir Galway City, wo unser Tourguide uns etwa 30 Minuten durch die Stadt führte. Anschliessend hatten wir noch etwa eine halbe Stunde zur freien Verfügung. Nach einem Crêpe und einer Fahrt auf dem Riesenrad des dortigen Weihnachtsmarktes, traten wir die Rückfahrt nach Dublin an.









Galway City
Gegen 19:00 Uhr Ortszeit waren wir zurück in Dublin. Dort assen wir bei PI Temple Bar eine Pizza. Diese Pizza war grandios, anders lässt sich das nicht sagen. Der Teig war schön knusprig und geschmacklich perfekt - zudem war die Pizza überdurchschnittlich gross. Das Personal war freundlich und das Ambiente schön weihnachtlich dekoriert. Die Preis-Leistung hat gepasst. Einfach klasse. Ich kann einen Besuch hier nur empfehlen.

Pizzeria PI Temple Bar
Und da wir schon in der Temple Bar Street waren, durfte natürlich ein Blick in das eine oder andere Pub nicht fehlen, um dort der irischen Musik zu lauschen.









Temple Bar Street
Wieder im Hotel angekommen, nächtigen wir, um frische Energie für den nächsten Tag zu tanken.
Tag 3 - Leuchtturm, Stadt Dublin
Am dritten Tag starteten wir etwas später als am vorherigen und gönnten uns zuerst ein Frühstück im Hotel.
Nach dem Frühstück begaben wir uns auf die Mission "Poolbeg Leuchtturm". Dieser Leuchtturm befindet sich im Osten von Dublin, etwa zwei Kilometer Fussweg vom Ufer entfernt. Es führt ein steinerner Weg vom Ufer bis zum Leuchtturm.

Zuerst mussten wir jedoch überhaupt bis zum Ufer kommen. Hierfür wollten wir die öffentliche Verkehrsmittel verwenden. Dies stellte sich jedoch als weit aus weniger trivial heraus, als wir zunächst vermutet hatten.
Mit dem Bus fuhren wir zuerst etwa 20 Minuten in die Nähe der Sean Moore Road. Anschliessend liefen wir ca. 45 Minuten durch ein Industriegebiet, vorbei an der Müllverbrennung (Waste to Energy Dublin) und dem Hafen von Dublin. Als wir schon nicht mehr daran glaubten, dass der Leuchtturm noch vor uns auftauchen würde, näherten wir uns einem Parkplatz. Von da aus, waren es noch wenige Minuten bis zum Steg in Richtung Leuchtturm. Dort angekommen, lag noch etwa zwei Kilometer (ca. 25 Minuten) Fussweg vor uns - über den Steg, bis zum Leuchtturm. Dort angekommen, konnten wir den schönen Leuchtturm bewundern und einige Fotos machen.









Poolbeg Leuchtturm
Für den Rückweg wollten wir uns etwas Zeit sparen und buchten ein Uber zu dem Parkplatz "Shelly Banks Car Park". Eine Viertelstunde später waren wir bereits wieder zurück im Hotel.
Wenn du den Poolbeg Leuchtturm ebenfalls besuchen möchtest, empfehle ich, die Anreise per Auto oder Taxi vorzunehmen. Dies ist wesentlich einfacher und schneller als die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (dauert nur ca. 10-20 Minuten, je nach Standort des Hotels), da kein Bus bis zum Leuchtturm fährt. Zudem ist der Weg zum Leuchtturm schlecht bis gar nicht beschildert und es gibt auf dem ganzen (öffentlichen) Areal keine Toiletten.
Trotz der langen Anreise hat es sich gelohnt. Wir konnten uns etwas bewegen und eine andere Seite von Dublin entdecken, die nicht jeder Besuchende zu Gesicht bekommt. Das wurde auch dadurch deutlich, dass beim Leuchtturm nur wenige Leute waren, hauptsächlich einige Jogger, die ihren Weg sicher kannten und aus der Umgebung stammen.
Nach unserem Leuchtturm-Abenteuer besuchten wir das National Museum of Ireland. Der Eintritt ist kostenlos und es erfolgen keine Taschenkontrollen. Es ist keine vorherige Reservierung oder Buchung eines Tickets nötig. Der Umfang der Ausstellung hält sich in einem angemessen Rahmen, so dass man die wichtigsten Objekte innerhalb einer bis anderthalb Stunden ansehen kann. Gefällt mir.









National Museum of Ireland
Im Anschluss machten wir eine kleine Pause im St. Stephen's Green Park und besuchten danach die St. Patricks Kathedrale. Meiner Meinung nach war sie nicht sonderlich spektakulär. Sie wird vor allem als Touristenattraktionen mit Souvenir-Shop genutzt, anstelle dem ursprünglichen Zweck als Kathedrale. Persönlich haben mir der Kölner Dom und die Notre-Dame in Paris besser gefallen.
Im Eintrittspreis war ein Audioguide enthalten, der die wichtigsten Fakten rund um die Kathedrale und deren Geschichte erzählte. Schade fand ich, dass man die Zahl manuell eingeben musste und nicht, wie bei der Oude Kerk in Amsterdam, einen Code einscannen konnte.
Website der St. Patricks Kathedrale





St. Patricks Cathedral
Anschliessend machten wir uns mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg zum Guinness Storehouse. Leider konnten wir aufgrund unserer spontanen Anreise kein Ticket mehr buchen und konnten dieses daher nur von aussen begutachten. Vielleicht ein anderes Mal!
Am Abend besuchten wir das illusion Museum Dublin (nicht zu verwechseln mit World of Illusion auf der anderen Strassenseite). Es war der Hammer. Im Vergleich zu klassischen Museen, werden keine alten Objekte ausgestellt, sondern optische und teilweise auch physische Illusionen, die auf den ersten Blick unerklärlich erscheinen. Wenn man den Trick jedoch versteht, macht es Sinn, wie diese entstehen. Es gibt diverse Möglichkeiten dort, um verblüffende Fotos zu machen. Wenn man einmal nicht versteht, wie ein Foto aufgenommen werden soll oder wie eine Illusion zu deuten ist, hilft einem das Team gerne weiter. Wenn man alles anschauen und einige Fotos machen möchte, kann man dort problemlos 1.5 Stunden verbringen. Der Preis von 15€ ist definitiv gerechtfertigt und ich kann einen Besuch empfehlen.

illusion Museum Dublin
Unterstehend einige Beispiele von Illusionen. Die besten Bilder sind jedoch die, bei denen man selbst ein Teil der Illusion wird. Diese kann ich aus Datenschutzgründen hier jedoch nicht zeigen.






illusion Museum Dublin
Im Anschluss besuchten wir einen Souvenir-Shop und erneut einige der irischen Pubs.
Tag 4 - Rückflug nach BSL
Am letzten Tag unserer Reise frühstückten wir im Hotel und machten uns dann auf den Weg zum Flughafen Dublin, um von dort wieder nach Basel zu fliegen.
Unser Hotel (Hilton Garden Inn Dublin City Centre) war der Hammer. Die Lage war gut, das Personal freundlich und die Preis-Leistung hat gepasst. Das Frühstück war ebenfalls gut, hier kann ich besonders die selbst gemachten Waffeln empfehlen.
Fazit
Ich bezeichne Dublin als die Stadt der Ampeln, denn es gibt überall in der Stadt Ampeln – sowohl für Fussgänger als auch für Autos. Zudem waren diese überdurchschnittlich oft rot und jeweils nur kurze Zeit grün. Wir haben uns mit einem Mitarbeitenden der Hotelrezeption über die Ampeln unterhalten und dieser meinte auch, dass die Ampeln in Dublin länger rot seien, als in anderen Ländern und Städten. Vielleicht ist das nur mein Empfinden oder tatsächlich so.
Der Aufbau von Dublin ist meiner Meinung nach übersichtlich und schnell zu verstehen. Man kann sich gut orientieren und ist zu Fuss schnell überall. Oftmals ist man zu Fuss sogar schneller oder gleich schnell wie mit dem Bus, was sich als nützlich erweist, da der öffentliche Verkehr dort eher mühsam ist. Einerseits ist das Abrechnungssystem mit der separat benötigten Leap Card (wenn man nicht mit Bargeld bezahlen möchte) etwas altmodisch. Andererseits haben die Busse, vermutlich aufgrund der vielen (roten) Ampeln, häufig Verspätungen. Die offizielle App "TFI Live" war nicht der Banger und auch die App "Transit", die ich verwendet habe, war nicht viel besser. Transit war oft nicht in der Lage, mehrere Busse für eine Route zu kombinieren, was die Planung erschwerte. Letztlich dauerte die Anreise mit dem Bus (inkl. Weg zur Bushhaltestelle zu Fuss) meistens gleich lang wie direkt zu Fuss, weshalb wir uns schlussendlich hauptsächlich zu Fuss fortbewegt und den Bus vermieden haben.
In unserem Fall hat sich der am ersten Tag gekaufte Visitor Pass auf der Leap Card daher nicht gelohnt und ich würde die eigenen Beine als Hauptverkehrsmittel in Dublin empfehlen. Für Ziele, die man zu Fuss schwer erreichen kann (bspw. den Flughafen oder den Poolbeg Leuchtturm) empfehle ich das spontane Buchen eines Ubers oder den Kauf eines einzelnen Bustickets. So ist man flexibler und nicht auf die im Visitor Pass inkludierten Leistungen angewiesen. Für den Transfer vom und zum Flughafen ist der Dublin Express die bessere Wahl, da dieser direkt bei den meisten Hotels in der Stadt hält.
Ein weiterer Faktor, der mir half, mich in Dublin gut zurechtzufinden, war die gründliche Vorbereitung im Vorfeld meiner Reise. Ich habe mich ausführlich mit den Sehenswürdigkeiten in Dublin beschäftigt und geplant, welche sich gut kombinieren lassen. Dadurch konnte ich ein häufiges Hin und Her, wie letzten Sommer in London, vermeiden und die Reise effizienter gestalten. Eine Ausnahme war die Anreise zum Poolbeg Leuchtturm, da ich im Vorfeld online kaum brauchbare Informationen dazu gefunden habe und somit gezwungen war, dies spontan vor Ort herauszufinden.
Wer zum Feiern nach Dublin geht, macht sicherlich nichts falsch. Die diversen Pubs und Bars in der Tempel Bar Street laden zum Verweilen ein und bieten eine Gelegenheit die irischen Musik zu entdecken. Auch für Menschen mit weniger traditionellem Musikgeschmack gibt es Optionen, wie das "Hard Rock Cafe Dublin", das nur einige Meter entfernt ist.
Als ich wieder zu Hause war, sah ich mir die rund 1500 Fotos an, die ich während den letzten Tagen gemacht hatte und erstellte daraus ein Fotobuch als Erinnerung an die Tage in Irland. So habe ich jedes Mal, wenn ich das Buch in die Hand nehme, eine Erinnerung die Highlights meiner Reise: das illusion Museum Dublin, die Cliffs of Moher und die Anreise zum Poolbeg Leuchtturm.
Vielleicht helfen meine Erfahrungen dem einen oder anderen bei seiner Reise nach Dublin oder zaubern jemandem ein Lächeln ins Gesicht. Was auch immer es ist, es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Warst du schonmal in Dublin? Was hast du dort alles erlebt? Schreib es gerne in die Kommentare. Ich freue mich darauf, von dir zu hören!

